Foto: Gaak
Peru
Reiten, Gangpferd
1,43 bis 1,55 m
Alle Farben
Ursprung
Die Rasse Paso Peruano hat sich durch jahrhundertelanger strenger Selektionszucht in Peru zum 100%igen Naturtölter entwickelt. Der Ursprung dieser Rasse liegt in den Pferden, die im 15. Jahrhundert vom spanischen Hof zur Kriegsführung nach Peru importiert worden sind und die die zu der Zeit übliche Töltveranlagung hatten.
Zuchtgebiet(e)
Hauptzuchtgebiet: Peru
Allgemeines zur Pferderasse
Der Paso Peruano ist ein Naturtölter mit 100% genetisch fixiertem Gang, den schon die neugeborenen Fohlen zeigen. Das Stockmaß von 1,43 bis 1,55 m bewährt sich als angenehme Arbeitsgröße.
Exterieur
Abfallende Kruppe mit tief angesetztem Schweif, eine schräge Schulter, viel Gurtentiefe, üppiges Schweif- und Mähnenhaar sowie das charakteristische Merkmal "Termino". Dabei werden die Vorderbeine beim Heben von der Schulter ausgehend, fließend seitlich nach außen und mit gutem Raumgriff nach vorn geschwungen. Der Paso Peruano ist im Unterschied zu anderen Gangpferderassen ein Dreigänger mit Schritt - Paso Llano - Galopp. Getrabt werden diese Pferde unter dem Sattel von der Zuchtrichtung her gar nicht, die meisten können es überhaupt nicht oder sie zeigen den Trab nur im Freilauf auf der Weide oder als Imponiergehabe. Denn durch die strenge Selektion wird noch heute in Peru versucht, den Trab weitgehend zu Gunsten einer lateralen Bewegung herauszuzüchten. Natürlich kommen immer wieder Pferde vor, die vermehrt den Trab anbieten. Doch wenn die peruanischen Bereiter und Züchter meinen, der Aufwand für die Ausbildung zum Paso Llano wird zu hoch, wird dieses Tier aus der Zucht genommen.
Interieur
Neben dem Naturtölt sind für die Züchter und Reiter Charakter, Temperament, Wesen und Gebrauchswert wichtig, um ein in der Haltung anspruchsloses Reitpferd zu züchten. Man sieht den Pasos ihren Arbeitswillen und das Bemühen, dem Menschen zu gefallen, förmlich an, etwas, was der Peruaner mit "Brio" umschreibt. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Leistungsfähigkeit müssen auch Spätreife, Anspruchslosigkeit in Fütterung und Haltung als rassetypisch besonders erwähnt werden.
Zuchtgeschichte
Die Rasse Paso Peruano hat sich durch jahrhundertelanger strenger Selektionszucht in Peru zum 100%igen Naturtölter entwickelt. Der Ursprung dieser Rasse liegt in den Pferden, die im 15. Jahrhundert vom spanischen Hof zur Kriegsführung nach Peru importiert worden sind und die die zu der Zeit übliche Töltveranlagung hatten. Man kennt sie auch in Europa unter der Bezeichnung "Zelter". Denn in dem bewussten Jahrhundert waren trabende Pferde auch hier noch die Ausnahme, erst mit dem aufkommenden Straßenbau und dem Einsatz beim Militär wurden die Zelter durch sie verdrängt. Im Jahr 1975 wurde über die USA ein erster Zuchtstamm Paso Peruanos nach Deutschland importiert, zur Zeit gibt es hier übers Land verteilt ca. 650 Tiere und ein paar davon findet man auch in Norddeutschland.
Quelle(n)
http://www.pasoperuano-steffens.de
Freia Schultz-Friese, Agentur@Pferde.BIZ